Posts Tagged ‘Geschichte’

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Kirche San Fortunato in Rimini

05/02/2013

Kirche San Fortunato in Rimini Auf dem Hügel von Covignano, dem Residenzviertel, in dem sich nach dem Krieg wohlhabende Einwohner Riminis zahlreiche Villen im Grünen gebaut haben, befindet sich die antike Quelle Galvanina, deren Wasser schon zu Zeiten der Römer bekannt war. Dort steht heute auf den Ruinen eines antiken Malatesta-Schlosses die Kirche S. Fortunato, die im XV. Jahrhundert als Olivetanerabtei „S. Maria di Scolca“ bekannt war.

Die Fassade und der anliegende Portikus sind aus Ziegelstein, das Marmorportal zeigt deutlich seine Herkunft- die Renaissance. Das dreischiffige Innere mit Kassettendecke enthält auf den seitlichen Altaren zwei Gemälde von Cesare Pronti und auf dem Hauptaltar eine „Anbetung der Könige“ von Giorgio Vasari aus dem Jahre 1547. An den Wänden der Sakristei sind Fresken aus dem 15./16. Jahrhundert zu bewundern.

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Gradara

04/09/2012

GradaraEin Geheimtipp für alle, die einen Urlaub Rimini wählen, ist bestimmt die Burg von Gradara. Sie erhebt sich auf einem wunderschönen Hügel, 142 Meter über dem Meeresspiegel, und der 30 Meter hohe Hauptwachturm überragt das gesamte Tal. Die Festung und ihre Stadtmauern sind eine der besterhaltenen mittelalterlichen Strukturen Italiens. Sie wird von zwei Mauerringen geschützt, der äussere erstreckt sich über fast 800 Meter. Somit gilt die Burg von Gradara auch als eine der imposantesten Burgen.

Das seit dem römischen Zeitalter bewohnte Gebiet von Gradara hat seinen Namen von einem „grande area = großen Bereich“, oder besser von einem Altar in einem heiligen, eingefriedeten Gebiet, wo die Leute aus dem Agro Crostumio (der heutigen vom Tavollo-Fluß umspülten Ebene) den Göttern Opfer brachten. Zuverlässigere, historische Quellen hat man mit der Übernahme der Herrschaft über dieses Territorium durch das mächtige Haus Grifo. Die Brüder Ridolfo und Piero Grifo lassen um das Jahr 1150 herum den ersten Festungsturm mit gibellinischen Zinnen bauen, der als Zeichen der Herrschaft der Familie Grifo genannt wird. Bei der Konstruktion werden auch die antiken Steine eines römischen Tempels der Demeter, der römischen Ceres, Göttin des Ackerbaus und der Fruchtbarkeit, benutzt. Im 13. Jahrhundert fällt Gradara in die Hände der Familie Bandi aus Montecchio, die schon bald von den Malatesta entmachtet wird. Ab 1299, dem Jahr, als Malatesta da Verucchio von Papst Bonifazius VIII. die lebenslängliche Belehnung des Territoriums erhält, gelangt Gradara endgültig in den Besitz der Familie. Die Malatesta beginnen sofort mit der Vollendung der Burgstruktur, mit der Befestigung der Burg und den Verteidigungsmauern, schmücken die Innenwände mit wertvollen Gemälden und nutzen die Festung häufig als Wohnresidenz. Mit dem Untergang der politischen Macht der Malatesta geht Gradara im Jahre 1463 auf Alessandro Sforza über. Im Jahre 1492 lässt dessen Nachfolger Giovanni Sforza die Burg restaurieren. Bis 1512 bleibt Gradara im Besitz dieses mächtigen Mailänder Hauses.

In der mittelalterlichen Burg von Gradara hat sich auch die berühmte Liebesgeschichte zwischen Paolo und Francesca, wie Dante sie besingt, ereignet.

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Der Hafenkanal von Rimini

06/06/2012

Hafenkanal RiminiDer Hafenkanal der römischen Stadt Ariminum war eigentlich die Mündung des Marecchia-Flusses, der sich von der Tiberiusbrücke gerade bis zum Meer schlängelte. Ein kurzes Stück des Flußlaufes konnte von kleinen Schiffen befahren werden, da diese wendig um die Brückenbögen herumgelenkt werden konnten, während größere Schiffe talabwärts vor Anker gingen. Die archäologischen Ausgrabungen haben bis heute keine Fundstücke der Hafenstruktur der römischen Stadt hervorgebracht. Auf dem großen schwarz/weißen Mosaik Domus Romana im „Palazzo Diotallevi“ ist eine Anlege-Szene im Hafen mit Seemännern beim Manöver und Booten, die die beiden Navigationsphasen simulieren, dargestellt: Von links: Ein Ruderboot, ein die Segel streichendes Boot und ein zweites großes Schiff mit den Segeln im Wind, das gerade in den Hafen einfährt. Außen links zeigt das Mosaik eine hypothetische architektonische Hafenstruktur mit einem Mann, der ein Signalfeuer in einem Kohlenbecken entzündet. Diese Bodenmosaik-Szene ist zweifellos an den römischen Brauch- „Domus“ und öffentliche Gebäude mit Seemotiven (Schiffe, Seefauna, Tritonen, Najaden und die Meeresgötter des römischen Olymps) – angelehnt. Das Mosaik wurde restauriert und wird heute in den Räumen der Stadtmuseen ausgestellt. Der Hafenkanal ist heute ein beliebtes Ausflugsziel. Hier kann man außerdem wunderschöne Freizeitboote bewundern.

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S. Maria della Colonnella Rimini

04/06/2012

S. Maria della Colonnella RiminiDie Gemeinde von Rimini hat diesen einsam gelegenen christlichen Tempel im Jahre 1510 nach einer Zeichnung von Bernardino Guiritti am Rand der Konsularstraße „Via Flaminia“, die von Rom bis nach Rimini führte und sich dort mit der „Via Emilia“ und der „Via Popilia“ verband, erbauen lassen. Der Name der Kirche läßt sich von dem römischen Meilenstein, der die „Via Flaminia“ am Eingang der Stadt markierte, ableiten; andere Quellen bieten im Einklang mit der legendären Atmospähre der christlichen Barmherzigkeit eine andere Version: Ein zum Tode Verurteilter soll, dank einer Vision der Madonna auf der Spitze einer Säule, begnadigt worden sein- daher der Name „Madonna della Colonella“ (Madonna der kleinen Säule). Das Bild der Madonna auf dem Hauptaltar wird seit dem XV. Jahrhundert verehrt. Im einschiffigen, mit Lisenen, plastischen Rahmen und Darstellungen geschmückten Kircheninneren befindet sich eine wertvolle Grablegung von Jacopo Palma il Giovane aus dem Jahre 1610.

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Madonna della Scala und S. Nicolo al Porto in Rimini

04/06/2012

Madonna della Scala RiminiDie Kirche wurde 1611 erbaut und im Jahr 1925 restauriert, sie enthält ein Freskogemälde von A. Codrini (1608) mit der Jungfrau „Madonna della Scala„, die hier wegen eines vollbrachten Wunders besonders verehrt wird. Der Bogen neben der Kirche- „Porta Gervasona“ oder auch „Portello“ genannt- gehörte zum Verteidigungssystem der Malatesta-Mauer und ist auch heute noch gut erhalten. Die im 2. Weltkrieg völlig zerstörte Kirche S. Nicolo al Porto wurde nach dem Krieg wieder vollständig aufgebaut. Von dem antiken 1338 erbauten Tempel ist nichts als der Glockenturm übriggeblieben. Die dem Patron der Seeleute geweihte Kirche enthält ein Bild des Heiligen auf dem Hauptaltar, ein Kruzifix aus dem XIV. Jahrhundert und eine „Predigt des heiligen Antonius an die Fische“ von A. Sargetti (XVII. Jahrhundert).

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Pfarrkirche S. Giovanni Battista in Rimini

04/06/2012

S. Giovanni Battista in RiminiDas antike Heiligtum ist eine der größten und ihrer Kunstwerke wegen bedeutendsten Kirchen von Rimini. Die schon 1625 von den Karmelitern erbaute Kirche wurde zwischen 1767 und 1772 nach einem Plan von Gaetano Cupioli neu gebaut. Das helle einschiffige Kircheninnere ist mit Stuckarbeiten (1770) von Antonio Trentanove prächtig dekoriert. In den seitlichen Kapellen und auf dem Hauptaltar befinden sich Gemälde von hohem künstlerischem Wert: In der ersten Kapelle links „die Trinität, die Jungfrau und die Schutzheiligen von Rimini“ von Cosimo Piazza (1611); 2. Altar: „Die Predigt von Johannes dem Täufer“ von Andrea Boscoli; 3. Altar: „Der Märtyrer von S. Gaudenzo“ von G. Soleri Brancaleoni (1794), auf dem 1. Altar: „Die Seelige Madonna mit Heiligen“, ein Jugendwerk von Guido Cagnacci (1630), auf dem Hauptaltar ein schon in der antiken Wallfahrtskirche S. Gaudenzo ausgestelltes Kruzifix.

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Malatesta-Tempel in Rimini

17/05/2012

Malatesta Tempel Urlaub RiminiWer einen Urlaub in Rimini wählt, kann hier jede Menge entdecken. Die Adriastadt ist reich an Geschichte, Kunstwerken und Sehenswürdigkeiten. Der Malatesta-Tempel (aus dem Italienischen „Tempio Malatestiano“) ist eines der berühmtesten Bauwerke der italienischen Renaissance. Er ist nicht nur die wichtigste Kirche von Rimini, sondern auch das schönste Monument des beliebtesten Badeortes Italiens. Von den Einwohnern Riminis wird er auch einfach als „Duomo“ (Dom) bezeichnet.

Bereits im 9. Jahrhundert stand auf dem Platz des heutigen Tempels eine kleine Kirche mit dem Namen „Santa Maria in Trivio„, die im 12. Jahrhundert durch die gotische Kathedrale San Francesco des Franziskanerordens ersetzt wurde.

Sigismondo Malatesta beauftragte im 15. Jahrhundert den berühmten Theoretiker und Architekten Leon Battista Alberti mit einem Neubau. Sigismondo wollte das bis dahin schlichte Gotteshaus in ein prächtiges Mausoleum für sich und seine dritte Gattin Isotta degli Atti umbauen. Alberti war für die Umgestaltung der Außenfassade verantwortlich. In den beiden großen Rundbögen der Fassade sollten ursprünglich die Sakrophage Sigismondos und Isottas ihren Platz finden. Heute sind diese jedoch im Inneren der Kirche untergebracht. Der obere Teil der Fassade wurde nie vollendet. Alberti plante den Bau einer Kuppel, die dem Pantheon in Rom ähneln sollte, auch sie wurde jedoch nie gebaut.

Der „Dom“ besitzt eine wunderschöne Renaissance-Fassade aus weißem Marmor, der aus den römischen Ruinen in Sant´Apollinare in Classe bei Ravenna und in Fano stammt, die zwar nie ganz vollendet wurde, aber dennoch von einzigartiger Schönheit ist. Im Inneren der Kirche befinden sich bedeutende sakrale Kunstwerke wie ein Kreuz des berühmten Künstlers Giotto aus dem 14. Jahrhundert, ein Fresko des Renaissancemalers Piero della Francesca aus dem Jahr 1451 und die Grabkapelle von Sigismondo Malatesta und seiner Ehefrau Isotta degli Atti.