Posts Tagged ‘Italienurlaub’

h1

Kirche San Fortunato in Rimini

05/02/2013

Kirche San Fortunato in Rimini Auf dem Hügel von Covignano, dem Residenzviertel, in dem sich nach dem Krieg wohlhabende Einwohner Riminis zahlreiche Villen im Grünen gebaut haben, befindet sich die antike Quelle Galvanina, deren Wasser schon zu Zeiten der Römer bekannt war. Dort steht heute auf den Ruinen eines antiken Malatesta-Schlosses die Kirche S. Fortunato, die im XV. Jahrhundert als Olivetanerabtei „S. Maria di Scolca“ bekannt war.

Die Fassade und der anliegende Portikus sind aus Ziegelstein, das Marmorportal zeigt deutlich seine Herkunft- die Renaissance. Das dreischiffige Innere mit Kassettendecke enthält auf den seitlichen Altaren zwei Gemälde von Cesare Pronti und auf dem Hauptaltar eine „Anbetung der Könige“ von Giorgio Vasari aus dem Jahre 1547. An den Wänden der Sakristei sind Fresken aus dem 15./16. Jahrhundert zu bewundern.

h1

Sitten und Bräuche der Romagna

28/01/2013

Spezialitäten Romagna ItalienVon den antiken romagnolischen Bräuchen ist – vor allem an der Adriaküste- nicht viel übrig geblieben. Die „Bau-Explosion“ für die Unterbringungen von Touristen und die große „Vergnügungs-Industrie“ haben den Charakter und die Gewohnheiten der Einwohner tief geprägt. Erhalten geblieben sind die gesunden Prinzipien, die moralischen Regeln und das Verhalten, die in der Vergangenheit nicht gelehrt, sondern eher von den Alten überliefert und am Sonntag in der Kirche vom Pfarrer bekräftigt wurden. Es hat jahrzehntelanger harter Arbeit und hoher Schulden bei den Banken bedurft, aber die Ergebnisse sind offensichtlich: Die Romagnoler haben es geschafft, zusammenzuarbeiten und aus dem Nichts allgemeinen Wohlstand und ausgleichende Gerechtigkeit zu schaffen, die in der Romagna weit zurückgehende Wurzeln hat.

Die Romagnoler sind natürlich nicht alle gutmütige Kinder, es sind fähige und harte Leute. Was auf den ersten Blick wie Gutmütigkeit erscheint, versteckt häufig einen starken, nicht selten auch eckigen und widersprüchlichen Charakter: Gesetzestreu, aber mit einem gedämpften anarchistischen Willen, Traditionalisten, die sich oft in revolutionären Aufständen ausdrücken, reich, aber politisch links gerichtet. Die Besucher kommen aus allen Himmelsrichtungen und kehren immer wieder zurück- eine Treue, die niemals enttäuscht wird.

Es sind die goldenen Strände und die Sonne, die fruchtbaren Landschaften, die Hügel und Orte des Hinterlandes und natürlich die Küche, das gute Essen der Romagna, dem Land des Ebenen-Brots und der Hügel-Weine: Der Trebbiano, der Trebulanus der römischen Legionäre; der Sangiovese, Vater vieler berühmter Weine; der Lambrusco, von den Lateinern „labrusca vitits agrestis“ genannt; das gegrillte Hammel- und Schweinefleisch, das man in den unzähligen Landgasthöfen, wo natürliches, schmackhaftes Essen bei kaum „gesalzenen“ Rechnungen geboten wird, genießen kann; gegrillter Fisch aus der romagnolischen Adria: Makrelen, Sardellen und Sardinen und dazu blutroter, robuster Sangiovese-Wein.

Es gibt keinen Bereich, in dem die romagnolische Gastronomie keine wundervolle Spezialität aufzuweisen hat: Ob Vorspeisen, Desserts, Wurstwaren, Fleisch oder Fisch. Aber das Fundament ist und bleibt der hausgemachte Blätterteig, aus dem Tagliatelle, Lasagne, Pappardelle, Garganelli und gefüllte Nudeln wie Cappelletti hergestellt werden, die zusammen mit den verschiedenen Soßen eine unbeschreibliche Geschmacks-Harmonie schaffen. Und was soll man zu der berühmten Piadina sagen? Die in der Vergangenheit als „Brot der Armen“ angesehene Spezialität hat die Gaumen der halben Welt betört, und auch der romagnolische Dichter Giovanni Pascoli hat sie gepriesen:“…glatt wie ein Blatt und groß wie der Mond hältst Du sie mir mit geöffneten Händen hin und legst sie mir sanft auf die warme Backplatte…“Aldo Spallicci, ein in Rom lebender Romagnoler, dagegen rief aus: „Oh, die Piadina“ Duft der Heimat, der bis nach hier reicht. Wer sie verspeist, kann die Luft der Romagna einatmen.“

Das sind doch gute Gründe, um in die Gegend zu kommen, oder nicht?!?!?!

h1

Das Meer und der Strand von Rimini

26/01/2013

Meer und Strand RiminiIn der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts hat das Strandviertel von Rimini „Marina di Rimini“ mit dem Bau der ersten Privatvillen seine Berufung zum Bade-Tourismus entwickelt. Seit Ende des letzten Weltkriegs ist Rimini der bedeutendste Badeort Europas. Der Strand besteht aus feinstem hellen Sand und schlängelt sich kilometerlang und mit einer Tiefe bis zu 200 Metern an einer ununterbrochenen Folge von hervorragenden Hotels, Pensionen, Unterkünften und Restaurants vorbei, die an der Strandpromenade und in der parallelen Baumallee „Viale A. Vespucci“ liegen. Am liebevoll ausgestatteten und gut gepflegten Strand entlang ist im Bereich von 500 Metern eine geringe Wassertiefe, die sicheres Badevergnügen für Groß und Klein gewährleistet. Der „Fontana dei cavalli“ (der Brunnen mit den vier Pferden), eines der Symbole Riminis, liegt auf dem schattigen „Piazzale Fellini“ (einer der berühmtesten Plätze der Stadt), dem repräsentativen zentralen Kern des Strandviertels.

Auf dem Bild kann man den Strand vor dem Grand Hotel mit dem hoteleigenen Privatstrand erkennen: 1908 nach einem Entwurf von Paolito Somazzi im Liberty-Stil erbaut. Die lange Baumallee „Principe Amedeo“ mit dem Wolkenkratzer „Grattacielo“ und Villen aus verschiedenen Epochen ist die Verbindungsachse zwischen Altstadt und Strandviertel. Von diesem besonders elitären, zentralen Kern der Küste aus gehen die Promenaden und die parallelen Alleen ab, die nach Südwesten ununterbrochen bis Bellariva weiterführen. Ein buntes Gewirr von Strandbädern, Hotels, Lokalen, Pubs, Kinos- eine funkelnde nächtliche Vision von Geschäften, Bars und Eisdielen, von einer Unmenge vielfärbiger Leuchtreklamen erhellt.

Wunderschön ist auch der mit Freizeitbooten, Motorschiffen für sommerliche Touristen-Kreuzfahrten und mit Fischerbotten überfüllte Hafenkanal. Nur zwei Schritte vom Hafen, direkt an der Strandpromenade, befindet sich das bis spät in die Nacht geöffnete Delphinarium, ein unwiderstehlicher Anziehungspunkt für Groß und Klein. Wer bekommt da nicht Lust auf einen Urlaub in Rimini?!

h1

Winterurlaub in Rimini

22/12/2012

Urlaub im Winter Rimini

Im Winter versprüht der Strand von Rimini eine einzigartige Atmosphäre, er eignet sich wunderbar zum Joggen, eine Leidenschaft vieler Riminesen. Touristen denken bei Rimini ausschließlich an den Sommer, an die Strandbäder, die 15 Kilometer lange Küste, an bunte Sonnenschirme und Liegestühle. Die Stadt eignet sich aber auch ausgezeichnet für einen Winterurlaub in Rimini. Wegen der vielen Messeveranstaltungen, die in Rimini stattfinden, bleiben zahlreiche Hotels den ganzen Winter geöffnet. Die Hotelzimmer sind geheizt (was in Italien nicht selbstverständlich ist!) und viele verfügen im Untergeschoß oder in der letzten Etage über ein Spa.

Im Winter erlebt man am Strand von Rimini Freiheit, Stille und Einsamkeit, man kann Trekken, Joggen oder gemütliche Spaziergänge machen. Die Altstadt von Rimini, die im Sommer oft unbeachtet bleibt, ist im Winter besonders schön. Der klassische Spazierweg, der im Winter mit wunderschöner Weihnachtsdekoration geschmückt ist, führt vom prächtigen Augustus-Triumphbogen bis zur ebenfalls römischen Tiberiusbrücke, die sich in fünf steinernen Bögen über den Marecchia-Fluss wölbt. Nur 30 Kilometer von Rimini, Richtung Hinterland, im Apenninen-Bergdorf Pennabili, herrscht oft tiefster Winter mit meterhohem Schnee. Hier kann man tolle Schlitten- und Bobfahrten unternehmen.

Während der Adventzeit bietet Rimini ein tolles Veranstaltungsprogramm mit Weihnachtsmärkten, zahlreichen Sandkrippen und traditionellen lebendigen Krippen. Der beliebteste Badeort Italiens bietet im Winter jede Menge Zauber, ich würde sagen, dass das Meer in dieser Jahreszeit dort sogar am allerschönsten ist.

h1

Torriana

08/10/2012

Torriana Rimini Urlaub AdriaBis 1938 nannte man die Ortschaft Torriana, die zwischen dem Marecchia-Tal und dem Uso-Tal liegt, „La Scorticata“, was sich vom Wort „scorticare“ ableiten lässt und so viel wie häuten/abschürfen bedeutet. Ungewiss ist, warum man diese Gemeinde im Mittelalter so bezeichnete, feststeht aber, dass die Festung Schauplatz grausamer Kämpfe war. Vielleicht ist das der Grund warum der Ort diesen Namen erhielt. Aus dem antiken Ortskern stammen unzählige Fundstücker der Etrusker, die man heute im Museum von S. Giovanni in Galilea besichtigen kann. Dank der strategischen Lage hoch über dem Tal war Torriana im 15. Jahrhundert ein hervorragend befestigter Ort.

h1

Bellaria – Igea Marina

06/09/2012

Bellaria-Igea Marina Urlaub RiminiBellaria und Igea Marina: Die beiden durch die Mündung des Uso-Flusses, einst Zuflucht für die Boote des primitiven Fischerdorfs, getrennten Orte sind heute wichtige Seebäder, zu denen Touristen aus ganz Europa kommen. Die ersten historischen Hinweise auf Bellaria stammen aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts, worüber die aus dieser Epoche stammende Apsis der Pfarrkirche Zeugnis ablegt. Der sogenannte „Torre saracena“ (Sarazenen Turm) mit dem Muschel- und Papiergeld-Museum zeugt von der antiken Niederlassung. Im 15. Jahrhundert lassen die Malatesta ein Schloss bauen, das sie als Basis für ihre Jagden auf das üppige vorhandene Wild in der Gegend benutzen. Gegen Ende des XIV. Jahrhunderts wird es durch Truppen des Ludwig von Anjou zerstört.

h1

Gradara

04/09/2012

GradaraEin Geheimtipp für alle, die einen Urlaub Rimini wählen, ist bestimmt die Burg von Gradara. Sie erhebt sich auf einem wunderschönen Hügel, 142 Meter über dem Meeresspiegel, und der 30 Meter hohe Hauptwachturm überragt das gesamte Tal. Die Festung und ihre Stadtmauern sind eine der besterhaltenen mittelalterlichen Strukturen Italiens. Sie wird von zwei Mauerringen geschützt, der äussere erstreckt sich über fast 800 Meter. Somit gilt die Burg von Gradara auch als eine der imposantesten Burgen.

Das seit dem römischen Zeitalter bewohnte Gebiet von Gradara hat seinen Namen von einem „grande area = großen Bereich“, oder besser von einem Altar in einem heiligen, eingefriedeten Gebiet, wo die Leute aus dem Agro Crostumio (der heutigen vom Tavollo-Fluß umspülten Ebene) den Göttern Opfer brachten. Zuverlässigere, historische Quellen hat man mit der Übernahme der Herrschaft über dieses Territorium durch das mächtige Haus Grifo. Die Brüder Ridolfo und Piero Grifo lassen um das Jahr 1150 herum den ersten Festungsturm mit gibellinischen Zinnen bauen, der als Zeichen der Herrschaft der Familie Grifo genannt wird. Bei der Konstruktion werden auch die antiken Steine eines römischen Tempels der Demeter, der römischen Ceres, Göttin des Ackerbaus und der Fruchtbarkeit, benutzt. Im 13. Jahrhundert fällt Gradara in die Hände der Familie Bandi aus Montecchio, die schon bald von den Malatesta entmachtet wird. Ab 1299, dem Jahr, als Malatesta da Verucchio von Papst Bonifazius VIII. die lebenslängliche Belehnung des Territoriums erhält, gelangt Gradara endgültig in den Besitz der Familie. Die Malatesta beginnen sofort mit der Vollendung der Burgstruktur, mit der Befestigung der Burg und den Verteidigungsmauern, schmücken die Innenwände mit wertvollen Gemälden und nutzen die Festung häufig als Wohnresidenz. Mit dem Untergang der politischen Macht der Malatesta geht Gradara im Jahre 1463 auf Alessandro Sforza über. Im Jahre 1492 lässt dessen Nachfolger Giovanni Sforza die Burg restaurieren. Bis 1512 bleibt Gradara im Besitz dieses mächtigen Mailänder Hauses.

In der mittelalterlichen Burg von Gradara hat sich auch die berühmte Liebesgeschichte zwischen Paolo und Francesca, wie Dante sie besingt, ereignet.

h1

Yacht-Ausflug Rimini

23/08/2012

Wer einen Urlaub in Rimini plant und sich etwas Luxus gönnen möchte oder einen Ausflug mit einer Yacht machen will, findet im Hotel Aqua Rimini genau das richtige: Mit der Segelyacht Dufour 485 können alle Hotelgäste den ganzen Sommer lang einen tollen Segelboot-Ausflug erleben. Natürlich haben wir uns dieses Abenteuer nicht entgehen lassen und waren wie immer dabei.

Für den Transfer vom Hotel Aqua Rimini zum Hafen und zurück (eine Strecke ca. 5 Fahrminuten) bietet das Hotel einen Transfer Service mit einem Minivan an. Die neue Hafenanlage ist wirklich sehenswert. Von hier schippert man durch den modernen Hafen und dann raus aufs offene Meer. Der Skipper war sehr freundlich und wer möchte kann mit dem modernen und komfortablen Boot aktiv mitsegeln.

Ein Nachmittag voller Entspannung an Bord des Segelschiffes Dufour 485 ist garantiert und man entdeckt die schönsten Strände und Buchten der Mittleren Adria Italiens wie die Baia di Vallugola, eine wunderschöne kleine Bucht mit Kiesstrand und kristallklarem Meerwasser, das in allen Schattierungen von smaragdgrün bis türkisblau schimmert! Farben, die man aus der italienischen Adriaküste sonst eigentlich nicht kennt!

Nachdem es sehr heiss war, schlug der Kapitän einen Halt für einen Sprung ins Meer vor! Das machte natürlich allen Spaß, vor allem den kleinen Passagieren. Nach einem erfrischenden Bad wurde uns ein köstlicher Prosecco und den Kindern Coca Cola und Apfelsaft serviert. Es war einfach nur toll! Ein riesen Dankeschön an das Hotel Aqua Rimini für diesen unvergesslichen Nachmittag!

 

Diese Diashow benötigt JavaScript.

h1

Bagno di Romagna

19/08/2012

Urlaub Bagno di Romagna Bagno di Romagna ist seines Heilwassers wegen ein beliebtes Urlaubsziel. Es liegt im oberen Saviotal und ist von einem Gebirgs-Amphitheater voller Nadelbäume und Kastanienhainen eingerahmt. Um das Jahr 1000 v. Chr. lassen sich hier die Umbrer und später die Römer nieder, die den Ort „Oppidum Balnei“ nennen – ein klarer Hinweis auf die Verwendung des Thermalwassers, das hier mit 45 Grad Celsius aus der Erde sprudelt.

Im Mittelalter ist der Ort „Castrum Balnei“ Feudalbesitz der Herren von Valbona und ab dem 12. Jahrhundert der Guidi di Modigliana, die den Grafentitel „Conti di Bagno“ annahmen. Ab 1404 fällt der Ort unter die Herrschaft der Medici und bleibt für lange Zeit unter der Florentiner Feudalherrschaft. Heute ist er seines mittelmineralischen, Bikarbonat-, alkalischen und schwefelhaltigen Wassers wegen ein berühmtes Thermalzentrum für Fango- und Balneotherapie.

Im umliegenden Land scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Bagno di Romagna besitzt gerade einmal 1000 Einwohner. Mitten im Grün der Apenninen auf 500 Metern Höhe kann man seine Gesundheit und sein Wohlbefinden stärken, auf Trüffelsuche gehen, wandern, Mountainbike fahren, Nordic Walking erlernen oder Golf spielen; auch die Gaumenfreunde kommen hier nicht zu kurz. Hier kann man wirklich noch Italien pur erleben, denn in Bagno di Romagna wird man kaum ausländische Touristen antreffen.

h1

Santarcangelo di Romagna

08/08/2012

Santarcangelo bei RiminiNur wenige Kilometer von Rimini entfernt erstreckt sich auf dem Gipfel des Monte Giove, einem nur 88 Meter hohem Hügel, der antike Ort Santarcangelo. Die bezaubernde fast intakte Kleinstadt aus dem Mittelalter ruft jahrhundertelange Geschichte ins Gedächtnis. Schon aus der Bronzezeit sind uns das Vorhandensein menschlicher Siedlungen auf dem Hügel des antiken Santarcangelo bekannt. Ab dem Jahre 1000 existiert der Wohnkern und ab 1164 das befestigte Schloss. Während des 12. Jahrhunderts untersteht der Ort der Gemeinde von Rimini und damit der Familie Malatesta, die aus ihm vom XIV. bis ins XV. Jahrhundert einen der befestigten Stützpunkte ihrer Herrschaft machten. Im Jahre 1505 fällt er erneut unter die direkte Herrschaft der Kirche, wird 1531-1534 der Familie Zempeschi und später den Pallavicino (1548-1582) zu Lehen gegeben. Bis ins 18. Jahrhundert bleibt Santarcangelo unter dem Schutz des Papstes.

Die reizende und lebendige Kleinstadt der Provinz Rimini wurde 1984 zur Citta d´Arte (Kunststadt) aufgrund der wunderschönen und einzigartigen Baukunst und Instandhaltung der historischen Monumente ernannt. Die berühmteste Sehenswürdigkeit in Santarcangelo ist bestimmt die Festung der Adelsfamilie Malatesta, die 1386 entstand und 1447 nochmals durch weitere Türme verstärkt wurde. Nicht weniger interessant sind die unterirdischen Grotten „Grotte Pubbliche Ruggeri“– 160 Grotten die unter der Stadt künstlich angelegt wurden.

Jährlich findet in Santarcangelo um den 11. November zu Ehren des Heiligen Martins eine sehr beliebte Messe statt, die zu den wichtigsten kulturellen Ereignissen der Romagna zählt. Die Veranstaltung ist vor allem wegen der am Stadtbogen aufgehängten Hörner und den Bänkelsängern der Romagna im ganzen Land bekannt. Laut Tradition ist es den „Betrogenen“ nicht möglich unter dem Stadtbogen des Piazza Garganelli durchzulaufen, ohne dass sich die Hörner bewegen; aus diesem Grund wird die Messe umgangssprachlich auch „fira di bec“ oder „fiera dei cornuti“ genannt. Fast eine Woche lang können traditionelle Handwerksarbeiten begutachtet und bewundert, typische Spezialitäten gekostet, Kunstausstellungen besichtigt und der eigens für die Veranstaltung eingerichtete Vergnügungspark besucht werden.