Posts Tagged ‘Romagna’

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Sitten und Bräuche der Romagna

28/01/2013

Spezialitäten Romagna ItalienVon den antiken romagnolischen Bräuchen ist – vor allem an der Adriaküste- nicht viel übrig geblieben. Die „Bau-Explosion“ für die Unterbringungen von Touristen und die große „Vergnügungs-Industrie“ haben den Charakter und die Gewohnheiten der Einwohner tief geprägt. Erhalten geblieben sind die gesunden Prinzipien, die moralischen Regeln und das Verhalten, die in der Vergangenheit nicht gelehrt, sondern eher von den Alten überliefert und am Sonntag in der Kirche vom Pfarrer bekräftigt wurden. Es hat jahrzehntelanger harter Arbeit und hoher Schulden bei den Banken bedurft, aber die Ergebnisse sind offensichtlich: Die Romagnoler haben es geschafft, zusammenzuarbeiten und aus dem Nichts allgemeinen Wohlstand und ausgleichende Gerechtigkeit zu schaffen, die in der Romagna weit zurückgehende Wurzeln hat.

Die Romagnoler sind natürlich nicht alle gutmütige Kinder, es sind fähige und harte Leute. Was auf den ersten Blick wie Gutmütigkeit erscheint, versteckt häufig einen starken, nicht selten auch eckigen und widersprüchlichen Charakter: Gesetzestreu, aber mit einem gedämpften anarchistischen Willen, Traditionalisten, die sich oft in revolutionären Aufständen ausdrücken, reich, aber politisch links gerichtet. Die Besucher kommen aus allen Himmelsrichtungen und kehren immer wieder zurück- eine Treue, die niemals enttäuscht wird.

Es sind die goldenen Strände und die Sonne, die fruchtbaren Landschaften, die Hügel und Orte des Hinterlandes und natürlich die Küche, das gute Essen der Romagna, dem Land des Ebenen-Brots und der Hügel-Weine: Der Trebbiano, der Trebulanus der römischen Legionäre; der Sangiovese, Vater vieler berühmter Weine; der Lambrusco, von den Lateinern „labrusca vitits agrestis“ genannt; das gegrillte Hammel- und Schweinefleisch, das man in den unzähligen Landgasthöfen, wo natürliches, schmackhaftes Essen bei kaum „gesalzenen“ Rechnungen geboten wird, genießen kann; gegrillter Fisch aus der romagnolischen Adria: Makrelen, Sardellen und Sardinen und dazu blutroter, robuster Sangiovese-Wein.

Es gibt keinen Bereich, in dem die romagnolische Gastronomie keine wundervolle Spezialität aufzuweisen hat: Ob Vorspeisen, Desserts, Wurstwaren, Fleisch oder Fisch. Aber das Fundament ist und bleibt der hausgemachte Blätterteig, aus dem Tagliatelle, Lasagne, Pappardelle, Garganelli und gefüllte Nudeln wie Cappelletti hergestellt werden, die zusammen mit den verschiedenen Soßen eine unbeschreibliche Geschmacks-Harmonie schaffen. Und was soll man zu der berühmten Piadina sagen? Die in der Vergangenheit als „Brot der Armen“ angesehene Spezialität hat die Gaumen der halben Welt betört, und auch der romagnolische Dichter Giovanni Pascoli hat sie gepriesen:“…glatt wie ein Blatt und groß wie der Mond hältst Du sie mir mit geöffneten Händen hin und legst sie mir sanft auf die warme Backplatte…“Aldo Spallicci, ein in Rom lebender Romagnoler, dagegen rief aus: „Oh, die Piadina“ Duft der Heimat, der bis nach hier reicht. Wer sie verspeist, kann die Luft der Romagna einatmen.“

Das sind doch gute Gründe, um in die Gegend zu kommen, oder nicht?!?!?!

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Winterurlaub in Rimini

22/12/2012

Urlaub im Winter Rimini

Im Winter versprüht der Strand von Rimini eine einzigartige Atmosphäre, er eignet sich wunderbar zum Joggen, eine Leidenschaft vieler Riminesen. Touristen denken bei Rimini ausschließlich an den Sommer, an die Strandbäder, die 15 Kilometer lange Küste, an bunte Sonnenschirme und Liegestühle. Die Stadt eignet sich aber auch ausgezeichnet für einen Winterurlaub in Rimini. Wegen der vielen Messeveranstaltungen, die in Rimini stattfinden, bleiben zahlreiche Hotels den ganzen Winter geöffnet. Die Hotelzimmer sind geheizt (was in Italien nicht selbstverständlich ist!) und viele verfügen im Untergeschoß oder in der letzten Etage über ein Spa.

Im Winter erlebt man am Strand von Rimini Freiheit, Stille und Einsamkeit, man kann Trekken, Joggen oder gemütliche Spaziergänge machen. Die Altstadt von Rimini, die im Sommer oft unbeachtet bleibt, ist im Winter besonders schön. Der klassische Spazierweg, der im Winter mit wunderschöner Weihnachtsdekoration geschmückt ist, führt vom prächtigen Augustus-Triumphbogen bis zur ebenfalls römischen Tiberiusbrücke, die sich in fünf steinernen Bögen über den Marecchia-Fluss wölbt. Nur 30 Kilometer von Rimini, Richtung Hinterland, im Apenninen-Bergdorf Pennabili, herrscht oft tiefster Winter mit meterhohem Schnee. Hier kann man tolle Schlitten- und Bobfahrten unternehmen.

Während der Adventzeit bietet Rimini ein tolles Veranstaltungsprogramm mit Weihnachtsmärkten, zahlreichen Sandkrippen und traditionellen lebendigen Krippen. Der beliebteste Badeort Italiens bietet im Winter jede Menge Zauber, ich würde sagen, dass das Meer in dieser Jahreszeit dort sogar am allerschönsten ist.

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Das größte mobile Riesenrad Europas am Hafen von Rimini

12/06/2012

Riesenrad Hafen Rimini

In Rimini geht es diesen Sommer so richtig rund: das größte mobile Riesenrad Europas wird gerade aufgebaut!! Ab dem 15. Juni könnt ihr am Hafen von Rimini den ganzen Sommer lang in 55 Metern Höhe die Meerluft schnuppern und ein einzigartiges Panorama über die gesamte Adria Riminis genießen. Von Cesenatico bis Gabicce Monte ist das Riesenrad zu sehen. Ein Muss, wenn man einen Urlaub in Rimini verbringt. Außerdem werden hier zahlreiche Events, Feste und Highlights bis Ende August organisiert!

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Erneut starkes Nachbeben in der Emilia Romagna

04/06/2012

Erdbeben Emilia RomagnaDie Erde in der Region Emilia Romagna kommt nicht zur Ruhe. Nach den beiden schweren Beben im Mai wurde die Region erneut von Nachbeben erschüttert. Weitere Gebäude stürzten ein, verletzt wurde aber niemand.

Das stärkste Beben erreichte am Sonntagabend um 21.21 Uhr laut dem Institut für Geophysik eine Stärke von 5,1 und war noch in Bologna und Mailand zu spüren. Das Epizentrum lag wieder in der Region Emilia Romagna in der Nähe der Städte Concordia und San Possidonio. In Rimini waren die Erdstöße diesmal- Gott sei Dank- nicht zu spüren.

Nach Angaben der italienischen Medien kam dieses Mal niemand zu Schaden. Indes stürzten weitere Gebäude ein, die bei den vorherigen Beben beschädigt worden waren. Das Beben sorgte allerdings für Panik unter der Bevölkerung – vor allem bei den rund 14.000 Menschen, die nicht in ihre zerstörten Häuser können oder sich aus Angst vor weiteren Erschütterungen nicht in ihre Häuser trauen. Seit den beiden verheerendsten Beben im Mai mit der Stärke 6 und 5,8 wurden in der Emilia Romagna hunderte Nachbeben registriert.

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S. Maria della Colonnella Rimini

04/06/2012

S. Maria della Colonnella RiminiDie Gemeinde von Rimini hat diesen einsam gelegenen christlichen Tempel im Jahre 1510 nach einer Zeichnung von Bernardino Guiritti am Rand der Konsularstraße „Via Flaminia“, die von Rom bis nach Rimini führte und sich dort mit der „Via Emilia“ und der „Via Popilia“ verband, erbauen lassen. Der Name der Kirche läßt sich von dem römischen Meilenstein, der die „Via Flaminia“ am Eingang der Stadt markierte, ableiten; andere Quellen bieten im Einklang mit der legendären Atmospähre der christlichen Barmherzigkeit eine andere Version: Ein zum Tode Verurteilter soll, dank einer Vision der Madonna auf der Spitze einer Säule, begnadigt worden sein- daher der Name „Madonna della Colonella“ (Madonna der kleinen Säule). Das Bild der Madonna auf dem Hauptaltar wird seit dem XV. Jahrhundert verehrt. Im einschiffigen, mit Lisenen, plastischen Rahmen und Darstellungen geschmückten Kircheninneren befindet sich eine wertvolle Grablegung von Jacopo Palma il Giovane aus dem Jahre 1610.

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Madonna della Scala und S. Nicolo al Porto in Rimini

04/06/2012

Madonna della Scala RiminiDie Kirche wurde 1611 erbaut und im Jahr 1925 restauriert, sie enthält ein Freskogemälde von A. Codrini (1608) mit der Jungfrau „Madonna della Scala„, die hier wegen eines vollbrachten Wunders besonders verehrt wird. Der Bogen neben der Kirche- „Porta Gervasona“ oder auch „Portello“ genannt- gehörte zum Verteidigungssystem der Malatesta-Mauer und ist auch heute noch gut erhalten. Die im 2. Weltkrieg völlig zerstörte Kirche S. Nicolo al Porto wurde nach dem Krieg wieder vollständig aufgebaut. Von dem antiken 1338 erbauten Tempel ist nichts als der Glockenturm übriggeblieben. Die dem Patron der Seeleute geweihte Kirche enthält ein Bild des Heiligen auf dem Hauptaltar, ein Kruzifix aus dem XIV. Jahrhundert und eine „Predigt des heiligen Antonius an die Fische“ von A. Sargetti (XVII. Jahrhundert).

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Pfarrkirche S. Giovanni Battista in Rimini

04/06/2012

S. Giovanni Battista in RiminiDas antike Heiligtum ist eine der größten und ihrer Kunstwerke wegen bedeutendsten Kirchen von Rimini. Die schon 1625 von den Karmelitern erbaute Kirche wurde zwischen 1767 und 1772 nach einem Plan von Gaetano Cupioli neu gebaut. Das helle einschiffige Kircheninnere ist mit Stuckarbeiten (1770) von Antonio Trentanove prächtig dekoriert. In den seitlichen Kapellen und auf dem Hauptaltar befinden sich Gemälde von hohem künstlerischem Wert: In der ersten Kapelle links „die Trinität, die Jungfrau und die Schutzheiligen von Rimini“ von Cosimo Piazza (1611); 2. Altar: „Die Predigt von Johannes dem Täufer“ von Andrea Boscoli; 3. Altar: „Der Märtyrer von S. Gaudenzo“ von G. Soleri Brancaleoni (1794), auf dem 1. Altar: „Die Seelige Madonna mit Heiligen“, ein Jugendwerk von Guido Cagnacci (1630), auf dem Hauptaltar ein schon in der antiken Wallfahrtskirche S. Gaudenzo ausgestelltes Kruzifix.